Schottische Schönheit: Die Orkneyinseln


Wie bereits erwähnt starteten wir von Scrabster mit der Fähre zu einem Tagesausflug auf die Orkneyinseln, genauer auf die Insel Mainland. Unseren Mietwagen ließen wir am Fährterminal stehen, zu teuer erschien uns der Aufpreis für die verhältnismäßig kurze Zeit. Die Fahrt selbst war kurzweilig, wobei ich eine Fähre als Fortbewegungsmittel auch wirklich mag. Durch die großen Fenster ergaben sich die ersten Einblicke auf die verschiedenen Insel- und Felsformationen. Auf der Insel wurden dann die Busse zu unserem Hauptverkehrsmittel, gar nicht immer einfach, da wir vom Datum her bereits mitten in der Nebensaison angelangt waren.

Unsere erste Fahrt führte uns, bei zunächst strömenden Regen, zu den sehr alten Steinformationen nahe dem Ort Stennes. Doch dieses Mal hatten wir Glück. Kaum hatten wir den Bus verlassen und uns auf den etwa eineinhalb Meilen langen Weg zu den Sehenswürdigkeiten gemacht, hörte es schlagartig auf zu regnen und klarte auf.

Wir erreichten die erste Felsformation, die Stones of Stenness. Von dort aus ging es über die schmale Landzunge, die die beiden Seen Loch of Stenness und Loch of Harray voneinander trennt, etwa eine Meile lang zum Ring of Brodgar. Vor uns erstreckte sich der riesige Kreis aus uralten Steinen – und fast kein Mensch weit und breit. Das Wetter tauchte die Szene in ein besonderes Licht und beeindruckte uns nachhaltig. Gut zu wissen: Der Ring of Brodgar ist vom Umfang her sogar noch größer als der weitaus berühmtere Steinkreis Stonehenge.

Anschließend machten wir einen Abstecher in den Hauptort Kirkwall, ebenfalls auf der Insel Mainland gelegen. Dort stärkten wir uns und erkundeten zu Fuß die Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie das Rathaus oder die Kathedrale, bevor wir schon langsam wieder an den Abschied denken mussten. Natürlich gibt es, vor allem auf den weiteren Inseln, noch viel mehr zu entdecken, auf Grund unserer begrenzten Zeit war uns dies leider nicht vergönnt, auch wenn die Eindrücke sehr nachhaltig waren.

Etwas chaotischer wurde dann unsere Rückkehr zum Fährterminal. So gab es keine einzige Busverbindung mehr, die uns pünktlich zum Abfahrtsort der Fähre bringen konnte. Zwar haben die Ferien, die zu dieser Zeit auf der Insel waren, sicherlich dazu beigetragen, dennoch auf der vermeintlichen „Hauptroute“ ziemlich überraschend. So legten wir die Strecke zunächst bis zur Stadtgrenze zu Fuß, anschließend per Anhalter zurück. Dies klappte ziemlich gut, wir erreichten überpünktlich unsere Fähre und konnten uns auf den insgesamt zwei Fahrten gut mit den Einheimischen austauschen. Kleines Vorurteil am Rande: Ein schottischer Familienvater erzählte, dass er bei Fußballwelt- und Europameisterschaften (zu denen sich Schottland in der Regel nicht qualifiziert) in keinem Fall für England sei, sondern deren Gegner anfeuern würde. 😉

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