Fünfter Teil: Tolle Städte, schöne Landschaften


Nach der Ankunft in Bodø und einer Nacht Wildcamping überquerten wir den Polarkreis in Richtung Süden. Nach kurzem Aufenthalt am Polarkreiscenter und anschließender Weiterfahrt wollten wir mit Hilfe einer Wanderung den unterhalb von Mo i Rana liegenden Okstindbreen-Gletscher erreichen. Wir kamen jedoch nur bis zum Gletschersee, auf Grund stärker aufziehenden Nebels entschieden wir uns, mit vom Matsch und Schnee nass gewordenen Schuhen, für den Rückweg und eine Nacht auf einem nahegelegenen Campingplatz.

Tags darauf setzten wir unsere Route nach Trondheim fort und erreichten am Abend die ehemalige Hauptstadt Norwegens. Am nächsten Vormittag starteten wir zu Fuß die Besichtigung der Stadt mit dem Nidarosdom, der größten Kirche Skandinaviens, als Ausgangspunkt. Für den Eintritt (Studenten) und die Besteigung des Kirchturms zahlten wir zusammen 90 NOK pro Person. Drinnen konnten wir zusätzlich an einer deutschsprachigen Führung teilnehmen und viel über den Dom und die Geschichte Norwegens lernen. Der Nidarosdom wird gemäß der norwegischen Verfassung noch immer für die Königskrönung verwendet, hat also auch heute noch einen hohen Stellenwert.

Aber auch die restliche Innenstadt von Trondheim, der drittgrößten Stadt Norwegens, ist sehr reizvoll. Mit den schönen alten am Wasser liegenden Speicherhäusern, den schicken Gassen und Cafés und dem – zu unserem Glück – gutem Wetter.

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Da am Nachmittag unser Parkticket ablief und wir ohnehin alles was wir sehen wollten gesehen hatten ging unsere Reise über Kristiansund (eine Übernachtung auf einem nahen Campingplatz) und Molde inklusive einigen Fährstrecken weiter. Zwischen Kristiansund und Molde befuhren wir die Atlantikstraße, „das norwegische Bauwerk des Jahrhunderts“. Sie ist eine wirklich beeindruckende Strecke, die in ihrer Art sicherlich einmalig ist.

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Wir folgten der Strecke und erreichten mit der Fähre unser nächstes Ziel, Ålesund. Eine Stadt die vor allem im Zentrum sehr vom Jugendstil geprägt ist und im Verhältnis zur recht kleinen Größe sicher zu den schönsten norwegischen Städten gehört. Der Grund für die vielen Jugendstilhäuser ist ein großes Feuer im Jahr 1904, nachdem fast die komplette Stadt neu aufgebaut wurde. Deutschland unter Kaiser Wilhelm II hatte durch Hilfslieferungen einen großen Anteil am Wiederaufbau von Ålesund, weswegen u.a. auch heute noch eine Straße den Namen „Keiser Wilhelms gate“ trägt.
Als Abschluss von Ålesund begingen wir die leichte Wanderung über 418 Stufen zum Stadtberg Aksla. Hier ergab sich ein wunderschöner Blick über die Stadt und die angrenzenden Inseln:

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Am nächsten Tag fuhren wir die von vielen Fotos bekannten Serpentinen am Trollstigen hinauf. Nach ein paar Fotos und einsetzendem Regen ging es weiter ins nicht minder bekannte Geiranger mit dem malerischen Geirangerfjord, nur kommt er bei besserem Wetter sicher noch schöner zur Geltung. Dennoch ein Foto 😉

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Geiranger selbst war zwar recht schön, aber sehr von Touristen überlaufen, vor allem im Verhältnis zur kleinen Größe der Stadt. So zogen wir weiter und entschlossen uns am späten Nachmittag noch zu einer kurzen Wanderung im Josterdalsbreen Nationalpark. Ziel: Einer der Nebenarme des Hauptgletschers, es ging zum Birksdalsbreen. Hier konnten wir dann tatsächlich mal einen Gletscher aus der Nähe betrachten 🙂

Unser nächstes großes Ziel am Folgetag war Bergen. Die Route hatten wir bewusst so gelegt, dass wir den Lærdaltunnel durchfahren konnten. Der Lærdaltunnel ist mit über 24km Länge der längste Straßentunnel der Welt und besitzt drei besonders beleuchtete Hallen, die Übermüdung vorbeugen sollen:

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In Bergen angekommen parken wir etwas außerhalb und fuhren mit den Fahrrädern in die Innenstadt. Dort angekommen ging es zu Fuß am Hafen über den Markt, an dem Fisch und allerlei anderes Essbares verkauft wurde, sowie weiter in den Bereich des ehemaligen Handelskontors, als Bryggen oder Tyskebryggen (der deutsche Kai) bekannt.

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Grundsätzlich muss man noch erwähnen, dass wir in Bergen wirklich Glück mit dem Wetter hatten, da Bergen als die regenreichste Stadt Europas gilt – wir hatten aber strahlenden Sonnenschein. Aus diesem Grund bot sich auch die Seilbahnfahrt auf den direkt am Stadtzentrum liegenden Berg Fløyen noch ein bisschen mehr an 🙂 Man konnte in Ruhe die wunderschöne Stadt von oben betrachten und den Tag erfolgreich abschließen.

2 Gedanken zu “Fünfter Teil: Tolle Städte, schöne Landschaften

  1. Pingback: Schon wieder Norwegen? | somewheretohide1992

  2. Pingback: Der schönste Spaziergang und die vermeintlich regenreichste Großstadt (Herbstreise Norwegen 2016) | somewheretohide1992

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