Lettland 2: Riga und der Gauja Nationalpark


Nun waren wir also zum dritten Mal innerhalb kürzester Zeit in Litauen angekommen, dieses Mal sollte es jedoch nur Durchgangsstation sein. Den einzigen Stopp machten wir Nahe der Stadt Siauliai, am Berg der Kreuze. Dieser stellte ursprünglich eine litauische Gedenkstätte für die Unabhängigkeit dar, welche immer wieder von den russischen Besatzern zerstört und von den Litauern wieder aufgebaut wurde. Bis heute ist der Hügel, auch wenn er für uns nicht diese besondere Bedeutung besitzt, eine sicherlich einzigartige Erscheinung.

Nach dem Überfahren der Grenze war die lettische Hauptstadt unser Ziel, hier verbrachten wir zwei Nächte auf einem innenstadtnahen Campingplatz. Zu unserem Glück standen an diesem Abend die Feierlichkeiten zum Mittsommer an, welche wir natürlich besuchten. Zuvor ging es jedoch zum „Public Viewing“ in einen Stadtpark, wo wir den 2:1 Sieg der deutschen Nationalmannschaft über Schweden bejubeln konnten.

Riga hat uns wirklich gut gefallen, am kommenden Tag erkundigten wir mit den Fahrrädern den Jugendstilteil und am Nachmittag zu Fuß die Altstadt. Zu sehen gibt es neben sehr vielen Kirchen schöne unterschiedliche bunte Häuser und etliche Gassen. Gerade die Gassen sorgen beim ersten Besuch für eine etwas verwirrende Innenstadt, was zur Folge hat, dass man am Ende kreuz und quer von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit läuft. Dennoch haben wir alle interessanten Bauwerke betrachtet. Zur Abrundung des Tages spielten wir noch zwei Exit Games, eines am Mittag, das zweite am Abend. Die Preise waren wirklich günstig, so dass wir uns spontan für eine zweite Runde entschieden.

Insgesamt einen Tag verbrachten wir im Gauja Nationalpark. Zuerst ging es zur Gutmannshöhle, welche eine der am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten des Nationalparks darstellt. Dies liegt meiner Meinung nach weniger an der Besonderheit der Attraktion, sondern eher daran, dass diese auch gut mit Reisebussen zu erreichen ist. Interessanter hingegen waren die Ērgļu klintis (Adlerklippen), welche man nur über eine entsprechend schlechtere Straße und eine kurze Wanderung erreichen konnte.

Noch schlechter zu erreichen war nur noch der Ausgangspunkt für unsere Kanutour über die Gauja. Straßen ohne Belag, riesige Schlaglöcher und eine steile Strecke durch den Wald führten dazu, dass wir nur langsam vorankamen und am Ende gut durchgeschüttelt wurden. Die Kanufahrt selbst führte über die ruhige, aber vom Regen der vergangenen Tage braune, Gauja entlang und durch die typische Landschaft. Als besonderen Punkt legten wir bei den Kazu iezis (Ziegenfelsen) an um dort etwas zu essen und ein paar Fotos zu machen.

Letzter Stopp des Tages und damit auch im Gauja Nationalpark waren die „Sietiņiezis“. Es handelt sich um eine Art Naturdenkmal aus freigelegtem weißen Sandstein. Vom Parkplatz aus führte ein kleiner Wanderweg dorthin und einmal herum.

Am kommenden Tag verließen wir Lettland auch endgültig Richtung Norden und überquerten die Grenze zu Estland…

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